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Mercedes Benz Audio 10 CD Aux / Bluetooth nachrüsten

Und wieder einmal ein technisches Problem, das gelöst werden musste:

An unserem Emil (500 SL) ist ein MB Audio 10 CD verbaut. Das Radio wurde nachgerüstet, da der Benz damals ohne Radio ausgeliefert wurde. Obwohl das Radio erst einiges später gebaut wurde (Ende 90er soweit ich weiß) passt es vom zeitgenössischen Style hervorragend in das Auto.  Also soll es auch drin bleiben.
Der CD-Player ist jedoch etwas mäkelig und frisst nur original CD´s.
Aber auch bei diesen will er manchmal (trotz Reinigung der Linse) nicht so richtig. Angeblich soll er die silbernen 650-MB-Rohlinge (74 Minuten) erkennen und die 700-MB-Rohlinge (80 Minuten) verweigern. Allerdings gibt es die 650-MB-Rohlinge nicht mehr sehr häufig und die Preise steigen. Ich habe Angebote gefunden, bei welchen die 650er teurer sind wie ein BD-Rohling…

Also wie wäre es dann mit Musik über MP3-Player oder Handy?
Am besten noch mit Bluetooth, wobei mir ein AUX-Anschluss mit einem 3,5mm Klinkenstecker ausreichend erschien.

Leider sucht man vergebens einen AUX-Anschluss am Radio. Diesen gibt es schlichtweg nicht. Der einzige Anschluss ist der optische Anschluss für den CD-Wechsler. Entsprechende Adapter waren sehr teuer und sind zwischenzeitlich auch vergriffen.

Als Tante Google angeworfen und gesucht.  

Es gibt viele ältere Einträge in Auto-Foren, welche allesamt keine zufriedenstellende Lösung anboten. Aber ein Youtube-Video von Darieee  brachte den ersten Ansatz. Darieee verbindet ein BT-Modul   am Mainboard und speist das Audio-Signal über das Signal des CD-Laufwerks ein.  Hierzu muss dann aber eine sogenannte „Still-CD“ laufen, also eine CD mit einem Track ohne Ton. Entgegen einer früheren Variante von Darieee, bei welcher er das Signal direkt am Verstärker einspeiste, kann hier auch der Lautstärkeregler und der Equalizer des Radios genutzt werden.
Nachdem mein CD-Player aber eh nicht so richtig will, war es noch nicht ganz das, was ich suchte. Aber der YT-User Yegor Vassetzky brachte dann die Lösung. Er schrieb in den Kommentaren des Videos von Darieee, dass er das Audio-Signal an den Kondensatoren E223 and E224 einspeist und auch, wo er den Strom für das BT-Modul abzweigt. Darieee hat später bestätigt, dass diese Methode funktioniert und einfach ist.

Nachdem Darieee eigentlich noch ein Video diesbezüglich machen wollte, dieses bislang aber nicht umsetzte, gibt´s hier von mir eine kurze bebilderte Anleitung. Ich habe allerdings nur die AUX-Variante getestet, sprich das Radio um einen AUX-Stecker erweitert.
Bezüglich der Bluetooth-Variante gebe ich mal die Bilder von Darieee weiter. Ich habe es nicht getestet.

Also los geht´s:

1. Radio ausbauen.
Das dürfte wohl jeder mit den entsprechenden Ausziehhaken hinbekommen.

2. Radio ausstecken – vergewissert Euch, dass ihr den Radio-Code kennt. Sonst gibt´s später ein Problem.

3. Um dieses Radio geht´s hier:

Audio 10 CD
Mercedes-Benz Audio 10 CD

4. Radio aufschrauben:
Zunächst löst ihr die beiden Schrauben auf der Oberseite des Gehäuses und nimmt den Deckel ab. Anschließend löst man die 4 Schrauben seitwärts am Gehäuse.
Nach dem Lösen von 4 weiteren Schrauben kann das CD-Laufwerk entnommen werden. Auch sollte die hintere Zwischenabdeckung zum Verstärker abgeschraubt werden, um das CD-Laufwerk besser entnehmen zu können. Die Wärmeabdeckung des Verstärkers auf der Rückseite ebenfalls abschrauben (3 Schrauben oben, 3 Schrauben hinten). Unter der Abdeckung des Verstärkers befindet sich Wäremleitpaste, also Obacht. Das kann schnell eine Sauerei werden. 
Bilder zum Auseinanderbau mache ich vielleicht noch, aber das sollte wirklich jeder hinbringen.
Nun die 4 Schrauben lösen, mit welchen das Mainboard befestigt ist und das Mainboard entnehmen.

5. Lötarbeiten:
Ihr braucht einen Lötkolben mit Lötzinn und Litzenkabel. Ich empfehle euch 0,25 mm Litzenkabel.
Nun müsste ihr auf der Oberseite des Mainboards zunächst den PIN 42 (AM HOLD) des Soundchips mit Masse verbinden. Also an den PIN 42 ein Kabel anlöten und dieses mit Masse verbinden. Ich habe dazu die Masse der oberen silbernen Abdeckung genutzt.

Soundchip
Soundchip Tea

Das Löten des kleinen PIN ist wirklich etwas tricky, also ist Feinlötwerkzeug und eine Lupe von Vorteil. Aber es ist machbar.
Den PIN 42 könnte ihr abzählen. Der PIN 33 und 51 ist beschriftet. Es ist der PIN, welcher optisch keine Verbindung auf der Oberseite der Platine hat (siehe Pfeil).

Dann dreht ihr das Mainboard um und lötet den linken und rechten Kanal des AUX-Kabel an die gekennzeichneten Stellen (E223, E224):

Unterseite Mainboard

L steht für linken Kanal, R für rechten Kanal. Die Masse (G) des späteren AUX-Kabels könnt ihr an die Masse des silbernen Gehäuses oben löten.
Im Bild unten links ist nochmals der Audio-Chip mit Hinweis, diesen an Masse zu löten, zu sehen.

6. Kabel verlegen / Zusammenbau:
Jetzt könnte ihr die Kabel (L,R,G) durch die  hintere Wärmeabdeckung des Verstärkers führen und das Gerät in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Wenn ihr gerade Wärmeleitpaste zur Hand habt, dann schmiert doch die entsprechenden Flächen auf dem Gehäuse frisch.
Allerdings sahen diese bei mir noch gut aus.

7. Ergebnis:

Audio 10 CD mit AUX-Kabel

8. AUX-Stecker / Klinke anlöten
Jetzt könnte ihr an die verlöteten Kabel einen Klinkenstecker oder Adapter löten, wo ihr dann Euren MP3-Player oder das Handy ansteckt.

9. Bedienung:
Durch das Überbrücken des PIN 42 am Soundchip kann das Signal über einen stillen Kanal am AM eingespeist werden. Zur Inbetriebnahme müsste ihr also nach dem Einbau des Radios lediglich die Taste AM drücken und schon wird das Signal vom AUX-Stecker ausgegeben. Lautstärke, Equalizer, etc. funktionieren.

Wenn Bedarf besteht, werde ich noch Bilder von Inneren im Gelöteten Zustand posten.

Und hier noch das Bild von Darieee wegen des BT-Anschlusses:

Aber bitte keine Anfragen an mich deswegen…

BT-Anschluss

Viel Spass beim MP3-Hören am Mercedes-Benz Audio 10 CD.

Kressbronn 2018 – es war ein Traum

Kressbronn Classics 2018
Das Oldtimertreffen 2018 in Kressbronn war dieses Jahr wieder ein Traum. Besseres Wetter als am Sonntag bei Föhn geht nicht und die Location ist einfach einmalig. Vielen Dank nochmals an die Veranstalter.

 

 

Backup- Tool Empfehlung

Da ich leider seit längerem nicht mehr dazu komme, meine Seite zu pflegen, hier wenigstens eine kurzer Tipp für ein dateibasiertes Backup-Tool:

SyncBackup Free in der Version 8 vom Hersteller https://www.2brightsparks.com.

In der sog. kostenlosen „Free“-Version bereits ein super Tool um ein dateibasiertes Backup  zu machen. In der (etwas teuren ) Pro-Version mit extrem vielen Features. 

Schaut es euch doch mal an. Ich bin sehr glückliche damit und sichere in regelmäßigen Abständen wichtige Dateien auf externe Datenträger.

Hamburg vom Michel

Hamburg vom Michel (St. Michaelis)

Unser Besuch in Hamburg war toll und hat uns eins gezeigt:
Das Wahrzeichen der Stadt wird immer der Michel sein (und niemals eine Philharmonie) und das ist gut so!
Aber zu Hamburg werde ich noch bloggen…

Steigende Preise bei Computerteilen – Abzocke oder gerechtfertigt?

Steigende Preise bei Computerteilen – Abzocke oder gerechtfertigt?

Nachdem ich mich kürzlich wieder einmal im Bereich RAM-Bausteine und CPU´s schlau mache wollte verschlug es mir die Sprache als ich sah, was der Markt gerade so treibt. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich die derzeitigen Preise sah.
Für meine aktuelle CPU (Intel 4790k), welche mich im Jahr 2014 genau 299.- Euro kostete wird derzeit (Oktober 2017) 370.-+ Euro aufgerufen!  Eine fast vier Jahre alte CPU ist teurer als früher?!
Mein von mir geschossener DDR3-RAM aus 2015 kostet jetzt statt 110.- Euro, 160.- Euro. Von den Preisen bestimmter Grafikkarten fange  ich jetzt erst gar nicht an. 
Während jedoch die Verteuerung der Grafikkarten durch das Mining von Kryptowährungen hausgemacht ist, gibt es für die Verteuerung von RAM-Modulen und CPU´s nur wenig einleuchtende Gründe.  Bei den RAM-Modulen, welche sich nun schon seit gut einem Jahr auf Höhenflug befinden, war die Begründung vieler Beiträge/Journalisten mangelnde  Herstellungskapazitäten. Diese sollten laut den führenden Herstellern jedoch bis Mitte 2017 kein Thema mehr sein.
Pustekuchen. Angeblich treibe der akutelle Speicherbedarf von Smartphones die Engpässe voran. Das kann ich alles kaum glauben.
Während durch die Flutkatastrophe 2011 in Thailand die Festplattenpreise nachvollziehbar stiegen, gibt es derzeit kaum nachvollziehbare Gründe der Preissteigerung für RAM-Module.
Der Bedarf an Speichermodulen für Smartphones dürfte anhand stagnierender Verkaufszahlen und  Voraussehbarkeit des Marktes wohl kaum der Grund sein. Schlichtweg zeigt sich überall immer mehr die Marktbeherrschung einiger weniger Hersteller. Es scheint, als dass der Preis derzeit künstlich oben gehalten wird.  Mehr Verdienst für Hersteller und Händler scheint die Devise. Ich erinnere mich an Zeiten, an welchen die Hersteller RAM-Module schon unter Herstellungspreis verkauften um nicht darauf sitzen zu bleiben. Tja , die Zeiten ändern sich. Trotzdem gilt es zu Zeiten, in welchen die Preise derart außer Verhältnis liegen, hart zu bleiben und mit dem Kauf zu warten. Nach einem Hoch kommt auch ein Tief.

Ebenso  sieht es mit dem Preis der Intel CPU 4790k aus. Es gibt für mich derzeit keine plausible Erklärung, warum eine derart alte CPU (und 4 Jahre sind im Computerzeitalter eine  Ewigkeit) teurer ist als vor 4 Jahren.  Auch der in vielen Foren zitierte Dollar/Euro-Kurs kann nicht die Erklärung sein. Vergleicht man die Preisentwicklung von Heise.de mit den jeweiligen Dollar-Kurs, so kann man nur wenig Gemeinsamkeiten feststellen. Insbesondere zu einen Zeitpunkt, an welchen der Euro-Kurs sich ein klein wenig erholt hat, erreicht die CPU ihren Höchststand seit 06/2014.  Als im Dezember 2016 der Euro gerade mal noch 1,05 Dollar brachten, war der Preis für die CPU ebenfalls bereits bei 350.- Euro.   Nun, bei knapp 1,18 Dollar  für den Euro  steht der Preis bei 370.- Euro. Die Theorie der Wechselkursschwankungen kann somit nicht der Grund sein.
Vergleicht man jedoch den Preis gegenüber der 7700k, welche zumindest eine stetige, wenn auch langsame Preissenkung erfuhr, so kann man hier nur zum dem Ergebnis von Angebot und Nachfrage kommen. Offensichtlich scheint die 4790k-Unit weiterhin begehrt und entspricht nicht mehr der Herstellungsmenge. Evtl. kommt hier jedoch auch die Fertigungsgröße zum Tragen.

An den in vielen Medien angekündigte Preiskampf zw. Intel und AMD glaube ich schon lange nicht mehr. Der angeblich eher schwächelnden PC-Markt und die daraus resultierende Absatzschwäche zeigte auch keine massive Wirkung in den Preisen.

Unter dem Strich scheint es den produzierenden Firmen besser den je zu gehen, denn ansonsten könnten sie die Preise wie derzeit nicht aufrufen. Der mangelnden Kokurrenzkampf spiegelt sich auch hier deutlich wieder.
Für die Zukunft sehe ich hier keine Enstspannung, zumal die Karten verteilt und Konkurrenz eher auschgeschlossen ist.
Lediglich ein stagnierender Markt könnte etwas Entspannung bringen. Aber auch der scheint nicht in Reichweite…

08/10/2017

Herbstbeginn am Bodensee

Herbstbeginn am Bodensee

Die Kaltfront aus Südwest zieht von der Schweiz in Richtung Bodensee. Es war ein herrlicher Tag für einen Ausflug mit Emil auf den Eichenberg/Österreich.