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Mercedes Benz Audio 10 CD Aux / Bluetooth nachrüsten

Und wieder einmal ein technisches Problem, das gelöst werden musste:

An unserem Emil (500 SL) ist ein MB Audio 10 CD verbaut. Das Radio wurde nachgerüstet, da der Benz damals ohne Radio ausgeliefert wurde. Obwohl das Radio erst einiges später gebaut wurde (Ende 90er soweit ich weiß) passt es vom zeitgenössischen Style hervorragend in das Auto.  Also soll es auch drin bleiben.
Der CD-Player ist jedoch etwas mäkelig und frisst nur original CD´s.
Aber auch bei diesen will er manchmal (trotz Reinigung der Linse) nicht so richtig. Angeblich soll er die silbernen 650-MB-Rohlinge (74 Minuten) erkennen und die 700-MB-Rohlinge (80 Minuten) verweigern. Allerdings gibt es die 650-MB-Rohlinge nicht mehr sehr häufig und die Preise steigen. Ich habe Angebote gefunden, bei welchen die 650er teurer sind wie ein BD-Rohling…

Also wie wäre es dann mit Musik über MP3-Player oder Handy?
Am besten noch mit Bluetooth, wobei mir ein AUX-Anschluss mit einem 3,5mm Klinkenstecker ausreichend erschien.

Leider sucht man vergebens einen AUX-Anschluss am Radio. Diesen gibt es schlichtweg nicht. Der einzige Anschluss ist der optische Anschluss für den CD-Wechsler. Entsprechende Adapter waren sehr teuer und sind zwischenzeitlich auch vergriffen.

Als Tante Google angeworfen und gesucht.  

Es gibt viele ältere Einträge in Auto-Foren, welche allesamt keine zufriedenstellende Lösung anboten. Aber ein Youtube-Video von Darieee  brachte den ersten Ansatz. Darieee verbindet ein BT-Modul   am Mainboard und speist das Audio-Signal über das Signal des CD-Laufwerks ein.  Hierzu muss dann aber eine sogenannte „Still-CD“ laufen, also eine CD mit einem Track ohne Ton. Entgegen einer früheren Variante von Darieee, bei welcher er das Signal direkt am Verstärker einspeiste, kann hier auch der Lautstärkeregler und der Equalizer des Radios genutzt werden.
Nachdem mein CD-Player aber eh nicht so richtig will, war es noch nicht ganz das, was ich suchte. Aber der YT-User Yegor Vassetzky brachte dann die Lösung. Er schrieb in den Kommentaren des Videos von Darieee, dass er das Audio-Signal an den Kondensatoren E223 and E224 einspeist und auch, wo er den Strom für das BT-Modul abzweigt. Darieee hat später bestätigt, dass diese Methode funktioniert und einfach ist.

Nachdem Darieee eigentlich noch ein Video diesbezüglich machen wollte, dieses bislang aber nicht umsetzte, gibt´s hier von mir eine kurze bebilderte Anleitung. Ich habe allerdings nur die AUX-Variante getestet, sprich das Radio um einen AUX-Stecker erweitert.
Bezüglich der Bluetooth-Variante gebe ich mal die Bilder von Darieee weiter. Ich habe es nicht getestet.

Also los geht´s:

1. Radio ausbauen.
Das dürfte wohl jeder mit den entsprechenden Ausziehhaken hinbekommen.

2. Radio ausstecken – vergewissert Euch, dass ihr den Radio-Code kennt. Sonst gibt´s später ein Problem.

3. Um dieses Radio geht´s hier:

Audio 10 CD
Mercedes-Benz Audio 10 CD

4. Radio aufschrauben:
Zunächst löst ihr die beiden Schrauben auf der Oberseite des Gehäuses und nimmt den Deckel ab. Anschließend löst man die 4 Schrauben seitwärts am Gehäuse.
Nach dem Lösen von 4 weiteren Schrauben kann das CD-Laufwerk entnommen werden. Auch sollte die hintere Zwischenabdeckung zum Verstärker abgeschraubt werden, um das CD-Laufwerk besser entnehmen zu können. Die Wärmeabdeckung des Verstärkers auf der Rückseite ebenfalls abschrauben (3 Schrauben oben, 3 Schrauben hinten). Unter der Abdeckung des Verstärkers befindet sich Wäremleitpaste, also Obacht. Das kann schnell eine Sauerei werden. 
Bilder zum Auseinanderbau mache ich vielleicht noch, aber das sollte wirklich jeder hinbringen.
Nun die 4 Schrauben lösen, mit welchen das Mainboard befestigt ist und das Mainboard entnehmen.

5. Lötarbeiten:
Ihr braucht einen Lötkolben mit Lötzinn und Litzenkabel. Ich empfehle euch 0,25 mm Litzenkabel.
Nun müsste ihr auf der Oberseite des Mainboards zunächst den PIN 42 (AM HOLD) des Soundchips mit Masse verbinden. Also an den PIN 42 ein Kabel anlöten und dieses mit Masse verbinden. Ich habe dazu die Masse der oberen silbernen Abdeckung genutzt.

Soundchip
Soundchip Tea

Das Löten des kleinen PIN ist wirklich etwas tricky, also ist Feinlötwerkzeug und eine Lupe von Vorteil. Aber es ist machbar.
Den PIN 42 könnte ihr abzählen. Der PIN 33 und 51 ist beschriftet. Es ist der PIN, welcher optisch keine Verbindung auf der Oberseite der Platine hat (siehe Pfeil).

Dann dreht ihr das Mainboard um und lötet den linken und rechten Kanal des AUX-Kabel an die gekennzeichneten Stellen (E223, E224):

Unterseite Mainboard

L steht für linken Kanal, R für rechten Kanal. Die Masse (G) des späteren AUX-Kabels könnt ihr an die Masse des silbernen Gehäuses oben löten.
Im Bild unten links ist nochmals der Audio-Chip mit Hinweis, diesen an Masse zu löten, zu sehen.

6. Kabel verlegen / Zusammenbau:
Jetzt könnte ihr die Kabel (L,R,G) durch die  hintere Wärmeabdeckung des Verstärkers führen und das Gerät in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Wenn ihr gerade Wärmeleitpaste zur Hand habt, dann schmiert doch die entsprechenden Flächen auf dem Gehäuse frisch.
Allerdings sahen diese bei mir noch gut aus.

7. Ergebnis:

Audio 10 CD mit AUX-Kabel

8. AUX-Stecker / Klinke anlöten
Jetzt könnte ihr an die verlöteten Kabel einen Klinkenstecker oder Adapter löten, wo ihr dann Euren MP3-Player oder das Handy ansteckt.

9. Bedienung:
Durch das Überbrücken des PIN 42 am Soundchip kann das Signal über einen stillen Kanal am AM eingespeist werden. Zur Inbetriebnahme müsste ihr also nach dem Einbau des Radios lediglich die Taste AM drücken und schon wird das Signal vom AUX-Stecker ausgegeben. Lautstärke, Equalizer, etc. funktionieren.

Wenn Bedarf besteht, werde ich noch Bilder von Inneren im Gelöteten Zustand posten.

Und hier noch das Bild von Darieee wegen des BT-Anschlusses:

Aber bitte keine Anfragen an mich deswegen…

BT-Anschluss

Viel Spass beim MP3-Hören am Mercedes-Benz Audio 10 CD.

Backup- Tool Empfehlung

Da ich leider seit längerem nicht mehr dazu komme, meine Seite zu pflegen, hier wenigstens eine kurzer Tipp für ein dateibasiertes Backup-Tool:

SyncBackup Free in der Version 8 vom Hersteller https://www.2brightsparks.com.

In der sog. kostenlosen „Free“-Version bereits ein super Tool um ein dateibasiertes Backup  zu machen. In der (etwas teuren ) Pro-Version mit extrem vielen Features. 

Schaut es euch doch mal an. Ich bin sehr glückliche damit und sichere in regelmäßigen Abständen wichtige Dateien auf externe Datenträger.

Steigende Preise bei Computerteilen – Abzocke oder gerechtfertigt?

Steigende Preise bei Computerteilen – Abzocke oder gerechtfertigt?

Nachdem ich mich kürzlich wieder einmal im Bereich RAM-Bausteine und CPU´s schlau mache wollte verschlug es mir die Sprache als ich sah, was der Markt gerade so treibt. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich die derzeitigen Preise sah.
Für meine aktuelle CPU (Intel 4790k), welche mich im Jahr 2014 genau 299.- Euro kostete wird derzeit (Oktober 2017) 370.-+ Euro aufgerufen!  Eine fast vier Jahre alte CPU ist teurer als früher?!
Mein von mir geschossener DDR3-RAM aus 2015 kostet jetzt statt 110.- Euro, 160.- Euro. Von den Preisen bestimmter Grafikkarten fange  ich jetzt erst gar nicht an. 
Während jedoch die Verteuerung der Grafikkarten durch das Mining von Kryptowährungen hausgemacht ist, gibt es für die Verteuerung von RAM-Modulen und CPU´s nur wenig einleuchtende Gründe.  Bei den RAM-Modulen, welche sich nun schon seit gut einem Jahr auf Höhenflug befinden, war die Begründung vieler Beiträge/Journalisten mangelnde  Herstellungskapazitäten. Diese sollten laut den führenden Herstellern jedoch bis Mitte 2017 kein Thema mehr sein.
Pustekuchen. Angeblich treibe der akutelle Speicherbedarf von Smartphones die Engpässe voran. Das kann ich alles kaum glauben.
Während durch die Flutkatastrophe 2011 in Thailand die Festplattenpreise nachvollziehbar stiegen, gibt es derzeit kaum nachvollziehbare Gründe der Preissteigerung für RAM-Module.
Der Bedarf an Speichermodulen für Smartphones dürfte anhand stagnierender Verkaufszahlen und  Voraussehbarkeit des Marktes wohl kaum der Grund sein. Schlichtweg zeigt sich überall immer mehr die Marktbeherrschung einiger weniger Hersteller. Es scheint, als dass der Preis derzeit künstlich oben gehalten wird.  Mehr Verdienst für Hersteller und Händler scheint die Devise. Ich erinnere mich an Zeiten, an welchen die Hersteller RAM-Module schon unter Herstellungspreis verkauften um nicht darauf sitzen zu bleiben. Tja , die Zeiten ändern sich. Trotzdem gilt es zu Zeiten, in welchen die Preise derart außer Verhältnis liegen, hart zu bleiben und mit dem Kauf zu warten. Nach einem Hoch kommt auch ein Tief.

Ebenso  sieht es mit dem Preis der Intel CPU 4790k aus. Es gibt für mich derzeit keine plausible Erklärung, warum eine derart alte CPU (und 4 Jahre sind im Computerzeitalter eine  Ewigkeit) teurer ist als vor 4 Jahren.  Auch der in vielen Foren zitierte Dollar/Euro-Kurs kann nicht die Erklärung sein. Vergleicht man die Preisentwicklung von Heise.de mit den jeweiligen Dollar-Kurs, so kann man nur wenig Gemeinsamkeiten feststellen. Insbesondere zu einen Zeitpunkt, an welchen der Euro-Kurs sich ein klein wenig erholt hat, erreicht die CPU ihren Höchststand seit 06/2014.  Als im Dezember 2016 der Euro gerade mal noch 1,05 Dollar brachten, war der Preis für die CPU ebenfalls bereits bei 350.- Euro.   Nun, bei knapp 1,18 Dollar  für den Euro  steht der Preis bei 370.- Euro. Die Theorie der Wechselkursschwankungen kann somit nicht der Grund sein.
Vergleicht man jedoch den Preis gegenüber der 7700k, welche zumindest eine stetige, wenn auch langsame Preissenkung erfuhr, so kann man hier nur zum dem Ergebnis von Angebot und Nachfrage kommen. Offensichtlich scheint die 4790k-Unit weiterhin begehrt und entspricht nicht mehr der Herstellungsmenge. Evtl. kommt hier jedoch auch die Fertigungsgröße zum Tragen.

An den in vielen Medien angekündigte Preiskampf zw. Intel und AMD glaube ich schon lange nicht mehr. Der angeblich eher schwächelnden PC-Markt und die daraus resultierende Absatzschwäche zeigte auch keine massive Wirkung in den Preisen.

Unter dem Strich scheint es den produzierenden Firmen besser den je zu gehen, denn ansonsten könnten sie die Preise wie derzeit nicht aufrufen. Der mangelnden Kokurrenzkampf spiegelt sich auch hier deutlich wieder.
Für die Zukunft sehe ich hier keine Enstspannung, zumal die Karten verteilt und Konkurrenz eher auschgeschlossen ist.
Lediglich ein stagnierender Markt könnte etwas Entspannung bringen. Aber auch der scheint nicht in Reichweite…

08/10/2017

Video Streaming auf der Homepage

Video-Streaming von der Homepage ist unter  WordPress recht einfach. Ich benutze einfach Shortcodes Ultimate und  fügte das Video über die Werkzeuge ein.  Man kann auch einfach die Media-Datei einfügen und fertig. Shortcodes-Ultimate bietet mir allerdings mehr Einstellungsmöglichkeiten (Vorschaubild, Größe, etc.)
Befindet sich die Video-Datei im  Media-Ordner von WordPress, so ist alles wirklich einfach.
Aber was, wenn man das Speichervolumen der Homepage nicht übermäßig belasen will. Insbesondere das Backup der gesamten Seite bläht sich durch Videos enorm auf.

Also hatte ich meine Videos auf die Dropbox ausgelagert.
Über o.g. Tool ließen sich die Videos problemlos aus der Dropbox streamen. Einfach Video in den Ordner „Public“ der Dropbox laden und einen link erstellen. Diesen dann einbinden und fertig.

Nun hat Dropbox leider den Ordner „Public“ kastriert. Ein streamen ist nicht mehr möglich, es sei denn , man bezahlt.
Das ist schade, zumal der Speicherplatz ja eh recht begrenzt war.

Also benutze ich derzeit die Alternative von Google-Drive. Diese lässt sich aber derzeit nur mit einen IFrame einbinden. Das ist auch nicht wirklich befriedigend, zumal die Einstellung begrenzt sind.

Ich werde nach einer Alternative suchen und dann berichten.

So far.

Synology Diskstation

Synology Diskstation – die eierlegende Wollmilchsau oder doch nur eine unter vielen NAS-Systemen? Leider eher Letzteres….

 

Hier mal meine Erfahrungen mit Synology Diskstation 213+, welche ich seit 2013 in Betrieb habe. Die DS sollte eigentlich hauptsächlich als Speicherort meiner Bilder und Videos dienen und diese auch im Heimnetzwerk zu Verfügung stellen. Bestückt mit 2 x 3TB ging das Einrichten dank zahlreicher Youtube-Videos einigermaßen unkompliziert vonstatten. Allerdings muss man sich vorher schon gewaltig einlesen und informieren. Das haben aber die meisten NAS-Systeme so an sich.   Die Einrichtung einer WD My Cloud EX2 war auch nicht viel einfacher gestaltet. Man sollte zumindest grundliegende Kenntnisse von Netzwerk und Dateiberechtigungen haben.

Als die DS dann nach ein paar Tagen lief, war alles bestens. Ich betreibe die DS in einem Raid1-Verbund um den möglichen Ausfall einer Festplatte auszugleichen. Dazu natürlich ein Backup auf externen Datenträger (oder besser 2). Über die vielen Möglichkeiten der DS (und auch anderer NAS-Systeme) möchte ich hier nicht schreiben. Das sprengt einfach jeden Blog. Es sind wirklich sehr viele.

Die ersten Probleme kamen mit den Updates der Betriebssystems DSM. Hier gilt leider, „never touch a running system“. Mal  ging das Update ohne Störungen vonstatten, mal verhunzten die Entwickler das Update dermassen, dass die DS mehrere Tage nicht zu gebrauchen war. Hier gilt also, die Updates NIE sofort nach Erscheinen zu installieren, sondern abzuwarten, was die Erfahrungen der „Tester“ machen. Diese Erfahrung habe ich auch schon beim Betrieb meines Kopters von DJI gemacht.
Problematisch ist jedoch, wenn Sicherheitsupdates veröffentlich werden. Die gilt es natürlich einzuspielen. Da meine DS von außen nicht erreichbar ist, kann man auch hier getrost ein paar Tage warten.
Allerdings klappte das „große“ Update von DSM 4 auf DSM 5 ohne wirkliche Komplikationen (zumindest ohne Datenverlust).  

Die DS wurde zwischenzeitlich durch eine Erweiterungseinheit DX erweitert um nochmals 2 x 3 TB im Raid zu betreiben. Diese funktionierten (fast) problemlos. Keine Ahnung warum Synology offensichtlich die Produktion der Erweiterungseinheiten eingestellt hat. Zwischenzeitlich bekommt man für eine gebrauchte DX schon fast den doppelten Neupreis.

Dann im März 2017 war es soweit. Die DS startete nicht mehr. Keinen Hinweis darauf warum, lediglich wildes Blinken der Lampen in blau und orange. Festplatten raus, Festplatten rein – nichts ging.
Also Reset der Box und auf  Werkseinstellungen. Dann forderte mich die Box zumindes auf ein Update durchzuführen. Also gut, wenn es denn sein muss… Und das war dann auch der eigentlich entscheidende Fehler. Mir wurde ein DSM6.1 verpasst und das System bootete anschließend immer noch nicht,  bis ich durch Zufall bemerkte, dass wohl eine der beiden Platten defekt war. Die DS gab sich jedoch nicht die Mühe mir das anzuzeigen, zumal eine Platte ja noch in Ordnung war. WTF!! Für was den ganzen Quatsch in der DS mit Festplattenmanager und Speicheranalysator, wenn die NAS nach Ausfall einer Platte nicht mehr bootet? Ich bin davon ausgegangen, dass die DS mit der verbleibenden Platte bootet und mir die defekte Platte dann anzeigt – von wegen…

Neue Platte bestellt und defekt Platte ausgetauscht. Das System spiegelte die neue Platte über Nacht – und lief anschließend wieder. Alledings hatte ich jetzt ein DSM6.1, was ich eigentlich keinesfalls wollte. Meine alten Backups wurden natürlich nicht mehr erkannt.
Also alles wieder neu einrichten und feststellen, dass das „neue“ DSM6 tatsächlich so ziemlich das Schlimmste ist, was man sich an einem Betriebssystem für ein NAS vorstellen kann.

Im Gegensatz zum DSM5 hat das 6er Probleme mit NTSF-formatierten externen Festplatten. Nach dem Backup und dem Auswerfen des Mediums verweigerte die DS die erneute Erkennung, insbesondere wenn man das externe Medium auch nur einmal an einem anderen (Windows-)Rechner anschließt. Auch verweigerte die DS den Zugriff auf Festplatte über 2TB, was unter Umständen auch an meinen Sharkoon Dockingstations lag. Jedoch auch bei einer Festplatte unter 2TB und zwei neuen Dockingstations gab es Probleme. Letztlich war ich dann doch gezwungen, das von Synology vorgeschlagene Ext4-Dateisystem zu nehmen. Aber wenn ich eine NTFS-Festplatte nach dem Umstöpseln eh nicht mehr an der DS erkannt wird, dann bringt mir das einfach nichts.
Die Verbindung DS213+, DSM6.1. und eine Inateck Dockingstation mit einer 2TB (EXT4) Festplatte lief dann letztlich. Jetzt habe ich ohne die DS jedoch keinen Zugriff auf meine Backup-Daten und muss in Ernstfall irgendwelche unreifen Ext4-Treiber für Windows oder aber ein Linux-BS nutzen um an die Daten zu kommen. Unbefriedigend, aber so ist es jetzt halt mal.
Eine andere Alternative zum Backupprogramm „Hyper-Backup“ der DS wäre natürlich externe Software. Aber dann muss halt der Rechner dabei immer laufen. Ich fahre deshalb derzeit zweigleisig und sichere meine Daten mittels Hyperbackup und Aomei Backupper.

So gerne wäre ich zurück zum DSM5, aber der Downgrade mit manuellen Eingriffen in das Betriebssystem schreckt mich noch ab.

Hyperbackup (das Backupprogramm des DMS6.1):
Ich sichere dateibasiert, was heißt, Datei für Datei – ohne Komprimierung und ohne Zeitleiste. Das mögen auf dem Blatt Papier tolle Möglichkeiten sein, aber schon das dateibasierte Sichern hat Fehler. So hat Hyperbackup Probleme mit langen Dateinamen und auch anderen Dateien (links und wohl auch .css). Die werden dann einfach nicht gesichert oder das Backup bricht ab, ohne eine erklärbare Ursache. Mal ehrlich, die Meldung Backup failed ist ja wirklich sehr informativ! Erst beim Ausgraben der Reporte (insofern man sie zuvor auch erstellt hat) und langer Internetrecherche kann man mit viel Glück dem Problem auf die Sprünge kommen. In meinen Fall lag es an einem vom System erstellten Thumbnail, welches nicht gesichert wurde und zum Abbruch führte. Ich kann auch jetzt noch nur vermuten, dass der Dateinamen einschließlich Ordner zu lange ist/war. Eine Sicherung ohne Vorschaubilder (Gott sei dank kann man die jetzt abwählen) lief dann wieder. Komischerweise lief das Backup bei der ersten Sicherung problemlos durch (außer der Fehlermeldung, dass ein   „link“ nicht gesichert wurde).  Beim nächsten Backup kam dann der Abbruch. Der Report gab die Meldung
/volume1/01_Bilder/XXX/@eaDir/DJI_0015_6_7_tonemapped(Large).jpg/SYNOPHOTO_THUMB_XL.jpg konnte nicht gesichert werden.
Mehr Infos gab es nicht. Kein warum, kein wieso, nichts.

Apropos Fehlermeldung:
Wie kann ein Backup im Task anzeigen, dass das Backup erfolgreich war, aber Verschweigen, dass bestimmte Daten nicht gesichert wurden?? Das geht ja wohl überhaupt nicht! Nicht nur, dass ja wohl ich als Benutzer entscheide, welche Daten zu sichern sind und nicht das System, so unterschlägt Hyperbackup diese Meldung auch noch und verschiebt diese still und heimlich in den Report, welcher zudem noch erst generiert werden muss…. WO IST MEIN DSM5!
Obwohl ich zugeben muss, dass ich nicht sicher bin, ob DSM5 die Meldung auch bereits unterschlagen hat und ich das bislang nicht bemerkte.

Das Resümee ist, dass der Aufall einer Festplatte zu extremen Schwierigkeiten führen kann, obwohl für genau einen solchen Ausfall ich eine Diskstation im Raid-Verbund betreibe. Mir ist der Spaß an Synology jedenfalls gründlich vergangen. Tolles System, wenn es läuft. Aber wehe es gibt Probleme, dann steht Synology ganz oben auf der Liste der Spielverderber. Im Übrigen antwortet der Support von Synology in Rekordzeit von ca. einer Woche bis 14 Tagen. Was will man dazu noch sagen. Ich jedenfalls hab mir bislang dann durch stundenlanges Lesen in Foren geholfen. Und ein bisschen Glück gehört dann auch noch dazu.

Eines ist die DS jedenfalls nicht – die eierlegende Wollmilchsau.
Mein Vorhaben irgendwann mal meine DS zu erneuern hab ich verworfen. Zumindest solange Diskstationmanager 6 das Betriebssystem der DS ist.

Update: Ich habe nun alle Platten ersetzt und arbeite für die dateibasierte Sicherung  mit SyncBackfree. Es gab Probleme mit Aomei, weil diese Software keine bestehenden Daten erkennt.
Dazu aber ein andermal mehr.

Must have tools – Backup und Recovery

Nach jahrelangen Arbeiten an PC-Systemen möchte ich hier ein paar Tools (Backup und Recovery) vorstellen, die ich nur wärmstens empfehlen kann.
Die folgenden Tools habe mir meine Arbeit im Bereich Backup und Recovery und schon mehrfach erheblich erleichtert und auch bereits verlorene Daten gerettet.
In meinen Augen also ein „must have“ für jeden IT´ler, Administrator oder PC-Freak im Bereich MS Windows.

1. AccessData FTK Imager der AccessData Group, Inc.:
Ein kostenfreies, mächtiges forensisches Toolkit rund um physikalische/logische Laufwerke, sowie Images. Erstellte und untersucht Images/Laufwerke/Partitionen/RAM und kann mittels carving gelöschte Daten/Strukturen wiederherstellen. Tools wie Recuva sehen im Vergleich „alt“ aus.

2. MiniTool Partition Wizard Home Edition:
Ein kostenfreis Tool, bestehend aus

  • Partition Wizard (Partitionen erstellen, verschieben, löschen und kopieren)
  • Power Data Recovery (gelöschte Daten und Partitionen wiederherstellen und/oder reparieren).

Ein wirklich empfehlenswertes Tool mit guter Menüführung. Änderungen am System werden erst nach Bestätigung durchgeführt und lassen sich rückgängig machen.

3. AOMEI Backupper Standard:
DAS Tool für eure Backups. Hat alles, was ein „sonst kostenpflichtiges“ Backup-Tool haben muss.
Die Bezahlvariante bietet nicht sehr viel mehr. Das Tool sichert/klont das System/Partition/Dateien, auch per Zeitplan. Backups lassen sich auch „mounten“ und somit direkt durchsuchen ohne sie zuvor herstellen zu müssen.

Ich hoffe ihr könnt von diesen wirklich guten Tools profitieren.
Entsprechende Links zu den Tools habe ich absichtlich nicht gesetzt.
Mit einer kurzen Suche im Internet werdet ihr fündig.

WordPress Panic

Heute hatte ich mal einige Zeit etwas Panik. Und zwar wegen der Sicherheit meiner (und meiner anderen) Webseiten.
Alle Seiten waren einige Zeit nicht erreichbar. Weder die Seiten selbst, noch das Dashboard konnte erreicht werden.  Als ich allerdings auch keinen ftp-Zugriff mehr hatte ging der Puls  schon leicht nach oben. Die Seite(n) ist bei One.com gehostet, weshalb ich mich dort einloggen wollte. Das ging ebenfalls nicht. Erste Panik macht sie breit. Ich habe meine Kennwörter geändert und hatte wieder Zugriff auf das Portal von One.com. Dort dann festgestellt, dass es eine auffällig hohe Anzahlt an Zugriffen auf meine Seite gab -> Panik steigerte sich.
Ftp-Zugang ebenfalls neu eingerichtet und Log-Dateien angesehen. Die Anzahl der Zugriffe auf den Webspace und auf verschiedene PHP-Scripte  waren für mich klare Zeichen einer Hacker-Attacke. Puls 210, Panikausbruch..
-> sind meine Backups aktuell?
-> wurden Daten entwendet?
-> wer war der Drecksack?
-> wie hat er es geschafft?

Alles sah irgendwie nach einer DDos-Attacke aus (schon wenn ich die Suchmaschine yandex.ru im  log sehe, bekomme ich Zorn).

Letztlich stellte sich  heraus  , dass es bei One.com zu einer Serverüberlastung kam und sämtliche Dienste kompromittiert  waren. Bei einer späteren Durchsicht der Logdateien stellte sich heraus, dass es diese nerviges Bots und auch sonstiges Gesindel sowieso permanent versuchen WP-Seiten zu hacken. Der erhöhte Traffic war jedoch dadurch entstanden, dass mehrere User zeitgleich meine Anleitung zur Reparatur des Kyocera-Druckers verlinkt haben (unter anderem auf Ebay).
-> Entspannung…….

Immerhin habe ich jetzt mal die Kennwörter wieder geändert und meine Backups aktualisert. Die Daten auf dieser Seite sind völlig wertlos, fremde Daten werden gar nicht gespeichert. Aber man stelle sich vor, dass jemand so ein Teslacrypt   oder Locky dort ablegt….. Oder einfach nur die Seite  für eine Phising-Mail….
Nicht auszudenken, was dann los wäre.

Für mich war es jedenfalls mal wieder eine Lehre immer alles Up2date zu halten und auf die Sicherheit von WP zu hoffen.

So far and now relaxed ins WE.

Downloads von Videoportalen

Hallo auch,

mal wieder Zeit für einen kurzen Eintrag im Blog. Ich vernachlässige den Blog leider etwas. Aber ich hab mich entschieden derzeit nur etwas zu bloggen, was es auch Wert scheint und vor allem in anderen Blogs nicht zu finden war.

Hier geht es um Videodownloads von Videoportalen wie Youtube, Dailymotion, Vimeo oder aber auch Facebook, Soundcloud oder Sevenload.
Ausgangsproblem war, das mein Firefox-Plugin „Videodownloadhelper“ nicht mehr ordungsgemäß bei Youtube funktionierte. Das war schon einmal der Fall. Der Fehler konnte damals aber mit einen Update  behoben werden. Dieses Mal hatten aber selbst die Entwickler des Add-Ons Probleme mit der Fehlerbehebung. Insbesondere YouTube ändert, ebenso wie Facebook,  gerne mal die Anwendungs­programmier­schnittstelle (API). Damit kommen dann die meisten Tools nicht klar und quittieren den Dienst.
So war ich denn auf der Suche nach einer Alternative.
Ich habe dann mal den „Easy YouTube Video Downloader“ ausprobiert. Im Großen und Ganzen macht der, was er soll. Der Vorteil ist, dass sich dieses Tool direkt in der YouTube-Oberfläche einbettet und einen „Download-Button“ bereitstellt. Der Nachteil ist, dass das Tool gelegentlich Probleme mit HD-Inhalten hat und leider auf YouTube beschränkt ist.
Die letzte Variante die ich gefunden habe ist sehr praktisch:
„Savefrom.net“ macht es wie die Audio-Pendanten. Es ruft das Video auf und bietet es zum Download an. Was mich begeistert hat ist, dass das Portal viele Videoportale  und auch Videos auf Facebook unterstützt. Und das Beste ist, dass man nicht zwingend ein Tool oder Add-On installieren muss. Einfach das Video aufrufen und dann vor die URL „Savefrom.net/“ oder „Sfrom.net/“ einfügen. Also wenn die URL des Videos z.B. „https://www.youtube.com/watch?v=H0DivlmXXXX-U“ (URL erfunden)  lautet, dann macht ihr daraus:  „savefrom.net/https://www.youtube.com/watch?v=H0DivlmXXXX-U“ und schon wird euch der Download angeboten.
Nett ist auch, dass man bei Youtube einfach ein „ss“ vor Youtube einfügen kann, also z.B. „https://www.ssyoutube.com/watch?v=H0DivlmXXXX-U“. Und schon wird einem ebenfalls der Download angeboten. Allerdings kam bei dieser Variante gelegentlich die Fehlermeldung, dass das Video nicht vorhanden  sei.

Aber was ist daran nun so besonders? Ganz einfach: Savefrom.net funktioniert auch bei mittels Geoblocking gesperrten Videos. Und das kann nun wirklich nicht jedes Tool!
Für mich jedenfalls eine schnelle Möglichkeit, Videos ohne großen Aufwand herunter zu laden und zu speichern, auch an fremden Systemen.

Im Übrigen möchte ich hier ausdrücklich darauf hinwiesen, dass beim Download von Videos auch immer das Urheberrecht zu beachten ist. Ich distanziere mich ausdrücklich von der Möglichkeit, urheberrechtlich geschützte Werke zu vervielfältigen. Das wäre nämlich illegal!
Bei der Frage, inwiefern der Download von Videos von z.B. YouTube rechtlich einzustufen ist, scheiden sich die Geister. Die AGB von YouTube setzten jedenfalls unter Punkt 11.2 ein schriftliches Einverständnis von Youtube voraus. Aber wer von Euch hat schon mal die AGB gelesen?……..

So far und viel Spass beim Testen.

Hardy

Reparatur eines Kyocera-mita FS-1010

UPDATE 11/2018

Hallo zusammen,

ich habe meine Anleitung zur Reparatur des Kyocera-Mita jetzt etwas überarbeitet, bzw. ergänzt. Nachdem ich nun über einen längeren Zeitraum mehrere Drucker repariert habe, kann ich aus Erfahrung von einigen Dingen berichte, die zu beachten sind.
Zwischenzeitlich kursieren ja dutzende Anleitungen im Netz und auch Portale wie Fixit haben sich dem Problem angenommen.
All diese Seiten erklären mehr oder weniger genau das Gleiche wie ich hier. Aber sie haben keinerlei Erfahrung in der Haltbarkeit Ihrer Vorschläge.

Ausgangsproblem:
Nach längerem Standby/Offline-Betrieb des Kyocera-Druckers wurde bei einem Druckauftrag die erste Druckseite fehlerhaft bedruckt. Der Druck erfolgte erst ab ca. mitte der Seite, bzw. etwas versetzt. Ab der 2ten Seite erfolgte der Druck dann ordnungsgemäß. Auch unmittelbar darauf folgende Druckaufträge waren fehlerfrei.
Weitere mögliche Erscheinungsformen:
– Am oberen/unteren Teil des Ausdrucks fehlt ein Stück
– Nach der 1. Seite oder auch später gibt es einen Papierstau
– Mal druckt der Drucker, mal staut er das Papier
– An verschieden Seiten ist der Druck versetzt
– Die Seite wird erst gar nicht eingezogen

Die Suche im Internet ergab einen Lösungsansatz im Forum von Mikrocontroller.net.  Hier wurde geschildert, dass die Kupplungsanschläge der Elektromagneten (bestehend aus Schaumstoff) klebrig werden und sich die Kupplung deshalb verzögert löst. Dies betrifft wohl alle in die Jahre gekommenen Modelle der FS-1k-Serie.

Also ran an die Arbeit:

(Klickt auf die Bilder um sie in einem neuen Tab vergrößert darzustellen):

1. Drucker ausstecken, Kreuzschlitz- und Feinwerkzeug bereitlegen.

2. Die Rändelschraube an der Geräterückseite, welche die Abdeckung der Speichermodule hält, lösen und den kleinen  Seitendeckel abnehmen.
Speicherabdeckung_

3. Vordere obere Abdeckung hochklappen und die beiden Kreuzschlitzschrauben lösen.
1_Deckel

4. Obere Gehäuseabdeckung abnehmen.
2_Deckel ab

4. Die vordere Schulade öffnen
3_Öffnen_Schublade

und 5. die Papierkassette entfernen und die Druckeinheit samt Toner entnehmen.
4_Papierkassette

6. den rechten Seitendeckel lösen. Löst den Deckel von oben beginnend.  Einfach an den markierten Stellen mit einem Schraubendreher aufhebeln und das Seitenteil seitlich wegklappen.
Seitendeckel

7. Rechtes Seitenteil abnehmen und die darunter befindlichen Steckverbindungen lösen und anschließen die  Platine (3 Schrauben) lösen.
8_Schrauben Platine

8. Löst am besten erst die  Steckverbindungen der Platine und nehmt sie aus den Kabelführungen.  Schraubt dann erst die Platine ab.
musste folgende Stecker lösen um einigermaßen arbeiten zu können. Ihr könnt auch problemlos mehr/alle Stecker lösen.
Hier im Bild ist die Platine bereits gelöst.
9_Stecker Platine

9. Der Drucker besitzt hier 3 Elektromagneten, welche die Kupplungen bedienen. Lediglich beim rechten Magnet drückt die Kupplung im Leerlauf gegen einen Schaumstoff. Bei den anderen beiden Magneten ist der Schaumstoff ein Anschlagsdämpfer.
Wechsel aber grundsätzlich an allen Magneten/Kupplungen das alte Schaumstoff!
Hier der Schaumstoff einer der Magneten, den es zu wechseln gilt.
10_Objekt der Begierde

10. Um richtig arbeiten zu können, löst man zuvor noch die Kreuzschlitzschraube der Plastikabdeckung unter der Platine.
11_Plastikabdeckung

11. Nun ist man am Ziel angelangt. Hier sieht man nochmals einen der Schaumstoffe, welchen man wechseln sollte. Hierzu löste Ihr die Schraube des Magneten und entnehmt die gesamte Kupplung. Dann gibt es auch keine Probleme mit der kleinen Feder.  Die Befestigungsschraube des Magneten ist oben links (goldfarben) im Bild zu erkennen.
12_Schaumstoff

12. Den alten Schaumstoff restlos entfernen und ersetzen. Ich habe zunächst einen einseitg klebbaren Moosgummi genommen. Nehmt hier bitte besser ein normales Isolierband.
13_KupplungDas Isolierband oder was auch immer ihr nehmt, sollte ca. 0,2-0,5 mm haben. Mein Moosgummi hatte 1 mm, was dazu führte, dass der Abstand der Kupplung zum Zahnrad im Ruhezustand gerade noch passte. Allerdings veränderte sich nun die Genauigkeit der Druckposition etwas. Ausserdem löste sich mein Moosgummi innerhalb von 3 Jahren erneut auf. Also empfehle ich ein Klebeband, welches die entsprechende Stärke hat und dessen Oberfläche nicht klebrig ist. Mit Moosgummi, Panzertape und normalem Tesaflim habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht. Diese Materialien verschlissen nach kürzester Zeit oder waren zu klebrig.
Auch den Tipp die Kupplung blank zu lassen, kann ich keinesfalls empfehlen. Nach kürzester Zeit magnetisierte sich die Kupplung und blieb trotz nicht geschaltetem Magnet hängen (Metall auf Metall). Also egal was ihr nehmt sollte es auf jeden Fall Metall von Metall trennen und auf der Oberseite nicht kleben.

13. Nun die Kupplung samt Feder wieder zusammensetzten und in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.

Ersetzt auf jeden Fall den alten Schaumstoff von allen 3 Kupplungen!

14. Wenn ihr eh schon dabei seid, den Drucker zu reparieren, nehmt ein Reinigungstuch und etwas Alkohol Wasser oder Fensterreinger und reinigt damit die Papiereinzugswalze unter dem Drucker. Einfach kräftig abreiben und die Oberfläche der Walze wird wieder spürbar griffig. Ist die Walze verschlissen, so findet Ihr in der Bucht günstig eine Ersatzwalze, welche im Gegensatz zur Original aus Lamellen besteht.  Der Austausch ist denkbar einfach. Die Walze nach links drücken und aushängen. Dann durch die neue Walze ersetzten.
Danach sollte jedes Papier wieder eingezogen werden.

14_walze

Voila – Der gute alte Kyocera sollte nun wieder tadellos drucken.
Die Haltbarkeit hängt vom verwendeten Material ab.

Mit Stand November 2018 kann ich sagen, dass die Reparatur mit Moosgummi zunächst folgreich war. Er hat für 3 Jahre ohne Probleme gedruckt. Dann hat er aber plötzlich immer öfter einen Papierstau produziert.
Das Blatt hing immer zwischen Kassette und Druckeinheit.
Nach längerer Fehlersuche habe die untere Einzugswalze ersetzt und die Federn der Papierkassette gespannt. Da brachte aber keine Verbesserung. Letztlich war es doch tatsächlich wieder eine der Magentkupplungen, nämlich die linke untere. Ich hatte den Schaumstoff damals nicht bei allen Magneten ersetzt. 
Also bevor ihr wieder Probleme bekommt, ersetzt grundsätzlich den Schaumstoff aller Magneten/Kupplungen.
Nehmt keinen Moosgummi, keinen Tesa-Film und kein Panzertape.
Ich empfehle ein normales Isolierband.

Tipps:

Reparaturanleitung:
Solltet ihr noch eine wirklich gute Reparaturanleitung benötigen, so googelt nach den Schlagworten „kyocer fs 1010 sm“. Ihr findet dann das Service Manual mit richtig guter Anleitung für die komplette Demontage des Druckers. Ich möchte hier jetzt keinen Link setzten.

Netzwerkdrucker/Printserver:
Falls Eurer Drucker noch nicht im Netzwerk läuft, besorgt Euch über die Bucht oder sonst wo für laues Geld eine passende Netzwerkkarte für den Drucker. Deckel hinten rechts aufmachen, einstecken, konfigurieren und überall im Netzwerk drucken.
Passende Karte: Kyocera SEH SB-110 Utax UT 110

Vielen Dank für die zahlreichen E-Mails von Euch. Sowas freut einen halt! Schreibt doch bitte einen kurzen Kommentar.
Die Anleitung erfreut sich nach nunmehr fast 4 Jahren nach wie vor großer Beliebtheit.

Gut Druck und Gruß

Hardy